PRESS RELEASE
 
“MODES of locomotion” - Festival Off LabelUdine, Italy
La rassegna per la nuova danza “Off Label” organizzata da Lo Studio di Udine (Arearea)
 
(...) La presenza scenica di Raffaella Galdi è interessantissima: esordisce con un assolo in un disegno luci, pensato da lei stessa, minimo ma sufficiente a metterne in risalto la versatilità di interprete sia morbida che potente, capace di occupare lo spazio velocemente così come di riempirlo stando quasi ferma sul fondale. Sa catturare l’attenzione al di là di quello che vuole comunicare perché, che balli o no, C’E’ (...) La maggior parte delle sequenze in coppia, anche se ripetute, sono risultate efficaci e le musiche, la voce, i suoni scelti molto gradevoli. Ma se potessi, rivedrei volentieri soprattutto l’assolo iniziale della Galdi per apprezzarne ancora la bella qualità del movimento.
 
Cynthia Gangi
Il discorso, Udine - Italy © Riproduzione riservata, 17.01.2012
 
 
 
“Relations” - Premiere - Theater Vorpommern, Greifswald
15. Jubiläum von TanZZeit
 
(...) Eine junge Frau (Margaret Howard) betritt die Bühne. Im Viereck aus Licht bleibt sie stehen und hält den Blickkontakt mit dem Saal. Das letzte Getuschel erstirbt. Das Deckenlicht wird gelöscht. Die Verbindung steht. Ihr Solo beginnt mit einem flüchtigen Blick auf die Hände. Das ist der Auftakt für das Heben der Arme, die Ausdehnung der Bewegungen des Körpers. Selbst eine Welle, die von den Hüften aufwärts in ein vogelartiges Picken mit dem Kopf ausläuft, gehört dazu. Auch das Heben des rechten Armes des kerzengeraden Leibes und das scheinbare Eindrehen einer Glühbirne mit der
Hand. Die Gesellschaft (Ayako Nomura, Khrystyna Polyanska, Simon Kranz) vervollständigt sich mit Aufgängen von verschiedenen Seiten her.
Soli, Pas de Deux und Ensembletanz verdichtet Raffaella Galdi zu einer choreografischen Bogenform. Im Rhythmus zu Alexander Siebers Klangkompositionen aus Stille, Stimme, Geräuschen und dem Ohrwurm „Sunday Morning“ von Velvet Underground & Nico bleibt genug Raum für Doppelbödiges und Momente, in denen die Bewegung zu einer Augenblicksaufnahme einfriert, ja zu einer Pose, einer Plastik erstarrt. Raffaella Galdi überlässt es dem Publikum, ob es eine kreisförmige Reise oder einen bloßen Rückblick aus Sicht einer Tänzerin vor Augen hatte. Ihr geht es um die Entfaltung des Individuums im Verhältnis zu den Spielräumen von Gemeinschaften. Aus einfachen Gesten baut sie in ihrer Schlichtheit schöne Szenen zusammen, ohne das Klassische Ballett völlig für den individuellen Ausdruck abzulehnen (...).
 
Uwe Roßner
TANZNET.DE - Greifswald, 30.05.2010
 
 
 
“MODES of locomotion” - Munich
Gegenläufige Gemeinsamkeiten bei Choreographien im I-camp
(...) Ergänzt wird das etwas mehr als halbstündige Stück durch Raffaella Galdis "Modes of Locomotion" - eine sich gerade durch seine Ähnlichkeit abhebende Choreographie, die da einsetzt, wo Simons Stück aufhört: in der larvenhaften Isoliertheit. Auch hier, in dem jüngeren Stück, zwei Tänzerinnen, ein dreiteiliger musikalischer Aufbau, hohe, ungebrochene Konzentration und eine ähnliche Stimmung in den eingespielten Klangskulpturen - konkrete Musik mit sparsam gesetzten melodischen Tonspuren. Bei Galdi sind die Bewegungen jedoch weicher und fließender, zunächst lyrisch, dann impulsiv. Galdis Tanz beherrscht rasend schnelle Glissandi, angedeutete labansche Körpergeometrie und in den Raum hineingetastete, zarte Fragen, die von der Tänzerin Elisabeth Stockinger kraftvoll konterkariert werden. Hinzu kommt ein in die Klangskupltur eingepasster Meta-Text über Ursprung und Richtung der Bewegung. Deren Geheimnis bleibt, und man möchte an diesem Abend immer tiefer hinein.
 
Astrid Kaminski
Copyright © 2010 Verlag Süddeutsche Zeitung, Ausgabe 01. April 2010
 
 
“MODES of locomotion” - Munich
 
(...) Mit den "Modes of locomotion" von Raffaella Galdi beginnt der zweite Teil des Abends, den die italienische Tänzerin mit einer bestechenden Solopartie eröffnet: Am Boden liegend, nähert sie sich auf sehr subtile Weise der eigentlichen Bewegung an; lässt aus vollkommener Statik heraus einzelne Impulse in sich aufsteigen, spürt ihnen, leise tastend, nach, und macht auf diese Art den intensiv durchlebten Moment des “Bewegt-Werdens” für das Publikum erfahrbar. Kontinuierlich sucht der Tanz hier die Begegnung: Eine Stimme (Elke Puls) kommentiert das Geschehen; Soundscapes (Misik: Alexander Sieber) werden der Bewegung gegenüber gestellt. Aus der Interaktion gewinnt die Bewegung neue Impulse, ohne in einen rein illustrativen Modus zu verfallen. Im finalen Part des Stückes finden sich Galdi und ihre Partnerin Elisabeth Stockinger im Duett; die "Modes of locomotion" enden abrupt - auf die mögliche Weiterentwicklung des Stückes, das in seinem Konzept seit 2007 besteht, darf der Zuschauer jedoch gespannt sein.
 
Antje Bissinger
Tanzportal Bayern, Access to Dance, München, 30.03.2010
 
 
“MODES of locomotion”, Premier, Duetbiennale, Kulturforum Fürth
 
(...) Raffaella Galdi “Modes of locomotion” schlängelt, kriecht, tobt, schleudert wie in trance dahin. Hier sind es zwei Frauen, die einander anstiften, zwei Freundinnen, wie man sie in jedem Café sehen kann. Nur, dass die Rollen von Elisabeth Stockinger und Raffaella Galdi perfekt getanzt werden. Umwege, Untergründiges, Weggelassenes stehen im Focus und werden subtil angedeutet. Dazu kommt Elke Pusls Stimme, die kommentiert und zugleich weglockt, sowie ausgeklügelte Sounds von Alexander Sieber. Immer intensiver wird derKontakt der Frauen, bis man weiß: Sie brauchen einander, die höhen und Tiefen, das Tempo und die Pausen gehören zu einer Freundschaft dazu.Ein Tanzabend voller Überraschungen.
 
Anne Peters
Copyright © 2009 Verlag Nürnberger Presse, Ausgabe 23. November 2009
 
 
 
DIALOGUE” - Arezzo, Firenze, Italia
 
La danza come... Dialogue: suggestive serate al teatro Pietro Aretino
 
L’assessorato alla cultura del Comune di Arezzo e l’associazione Sosta Palmizi organizzano la sezione aretina di “Dialogue Europa > Mediterraneo > Africa” dal titolo “Assoli”, un progetto a favore della libera circolazione della danza e della cooperazione creativa in un contesto di scambio internazionale, coordinato dal coreografo Giorgio Rossi in collaborazione con il “Festival Fabbrica Europa 08” di Firenze.
Appuntamenti il 18, 19 e 20 maggio alle ore 21 presso il Teatro Pietro Aretino con ingresso gratuito. Protagonisti ogni sera artisti e programmi diversi. ‘Dialogue’ è un progetto di ricerca e di sperimentazione sulla danza e sul dialogo umano e artistico inteso come strumento fondamentale per  comprendere e valorizzare le differenze in ambito creativo e culturale. Grazie all’incontro di idee, gli artisti condividono processi di creazione e di trasmissione di saperi con risultati che dimostrano quanto sia fecondo l’incontro interculturale. Il primo incontro, aperto al pubblico, si terrà martedì 20 maggio alle ore 16 nel teatro della facoltà, Palazzina Donne”. “Articolato in diverse tappe – ha precisato Giorgio Rossi direttore artistico dell’associazione Sosta Palmizi – il progetto coinvolge 15 danzatori-coreografi europei, africani e dell’area del Mediterraneo. Una residenza artistica di dieci giorni a Lucignano, darà modo agli artisti di lavorare insieme sviluppando sia un percorso comune che individuale. Il periodo di creazione si avvale della collaborazione di tre musicisti italiani che daranno vita a sonorizzazioni inedite legate alla performance di ciascun danzatore. Gli artisti, durante la permanenza a Lucignano e nel corso degli spettacoli, avranno occasione sia di esibirsi in assolo, sia comunicando attraverso danza, corpo, energia. Un’esperienza fantastica che sono onorato di regalare al pubblico aretino”. Il carattere interculturale del progetto risulta evidente dalla nazionalità degli artisti coinvolti. Per la danza: Virpi Pahkinen (Finlandia), Vincenzo Carta (Italia), Snjezana Premus (Slovenia), Raffaella Galdi (Italia/Germania), Benjamin Vandewalle (Belgio), Ebru Cansiz (Turchia), Ayman Al Fayat (Egitto), Liz Lea (Gran Bretagna), Silvia Bugno (Italia), Moustapha Gueye (Senegal), Jean Tamba (Senegal), Prince Dethmer Nzaba (Congo), Michel Kouakou (Costa d’Avorio), Pape Ibrahima N’Diaye (Senegal), Maria Helena Pinto (Mozambico). Musiche originali dal vivo Michele Rabbia (percussioni), Alessandro Gwis (tastiere, elettroacustica), Roberto Cecchetto (chitarra).
 
Scritto da Comune di Arezzo Servizio Comunicazione
Venerdí 16 Maggio 2008
 
 
 
“MODES of locomotion - Solo I” - Tanzherbst Festival 2007, Solonacht, Dresden
 
(...) Inhaltlich vergleichbar gelagert war da zum einen das Solo der Italienerin Raffaella Galdi, die mit MODES of locomotion den Körper als Mittel der Fortbewegung an sich mit einigen recht frischen Bewegungsabläufen untersuchte (...).
 
Norbert Seidel
SZ, Montag 12. November 2007
 
 
 
“Legna” - Tanzherbst Festival 2007, Solonacht, Dresden
 
(...) Raffaella Galdi beginnt ihr bereits vor drei Jahren zur Leipziger “euroszene” preisgekröntes Solo “Legna” im Finster als Poltergeist, zum Knacken und Knallen, Reißen und Schlürfen des Sound. Im Licht flügeln ihre Hände auf dem Rücken, eine eigene Sprache. Galdi zieht Echos hinter sich her, läuft und springt zwischen imaginären Bäumen. Legna heißt Holz. ihre Erkundung des Raumes bleibt souverän im Fluss, sie zieht den Saal wie eine Jacke an.  
 
Uwe Salzbrenner
SZ, Montag 11. November 2006
 
 
 
"Legna" - Festival Tanztage 2006 - Sophiensaelle Theater, Berlin - Germany
 
Out of the darkness of empty space comes this dance piece, which is in spite of all the surrounding vastness and fragile eternity so clearly centred within motion, heartbeat and life. When Raffaella Galdi enters the dark room she is nothing but a cocoon that we cannot see, hear or smell. Motionless, occupied by the heaviness of dim air, she stands still for several minutes until her body is let loose and follows the sounds setting in slowly. Crackled, twisted noises, nothing spectacular but familiar, like naked feet on wooden floor or burning leaves. Bristly and jumpy steps alter with tender and elegiac moves, measuring the diagonals of given room. Until the body meets the light and before we know the room is all hers. Illuminated and ecstatic unfolds the climax of the piece as if a moth has found blindly but intuitively the bright it set out to seek. The whole dance is saturated by the image of somehow painfully clapping wings, which expand into a strong beat – imitated by cross folded hands on the dancers back – an element that is reminiscent of both; the desire to fly out of the body, out of the room and the notion of being entrapped within ones own heartbeat. Thus, when the body, who has momentarily but ever so powerfully occupied, measured and widened the room, retreats into dark, nothing and silent, we are left with just how trapped we are.
The Italian dancer Raffaella Galdi, who has worked with numerous choreographers throughout Europe over the last years, has created a dance piece which communicates between body and architecture, life and space. A short version of Legna also brought her home the third prize in the category Best Dance Solo in Leipzig, 2003.
 
oscillate it - Webzine for bastard culture - January 16 2006
 
 
 
"Legna" - “Dance Video Installation - Trilogy: U5 / Tiergarten / Abacus”
Dock 11, Berlin - Germany
 
Raffaella Galdi und Anna Redi zeigen tänzerisches Potential
 
Die Tänzerin trägt ihr Herz auf dem Rücken. Es schlägt in der Mitte zwischen den Schulterblättern. Dort klappen zwei angewinkelte Handrücken hektisch auf und zu, flattern wie ein Paar Stummelflügel oder verklumpen zu einem pulsierenden Händedruck. Dann dreht Raffaella Galdi sich um, so daß wir die Fingerflügel nicht mehr, aber dafür ihr Gesicht sehen. Sie schaut ins Publikum, offen und direkt, lächelt. Und geht. Das Solo "Legna" gewann 2003 verdient den dritten Preis beim Wettbewerb "Das beste deutsche Tanzsolo". Mit großer Klarheit spielt es mit gezielten Verschiebungen von Blickrichtungen, von Gewicht, von Energie. Im Kleinen zeigt Raffaella Galdi das große Potential von Tanz. Er kann Perspektiven eröffnen, den Raum aufreißen und weiten, aber im nächsten Moment auf einen winzigen Punkt zusammenschrumpfen, der für das Auge des Zuschauers unerreichbar im Innern der Tänzerin liegt.
Auch in Videos im Foyer geht es darum, wann sich Bewegung, die wir kaum noch bemerken, da sie uns massenhaft umgibt, in etwas verwandelt, das ins Auge fällt, eine Geschichte erzählt oder eine Spannung vermittelt. Egal ob im entvölkerten U-Bahnhof Alexanderplatz oder auf der Straße des 17. Juni - Galdi bringt ihre Ideen so auf den Punkt wie ihre schnörkellosen, sehnigen Bewegungen.
Auch Anna Redi weiß, was sie will. Die Neapolitanerin ist ein Multitalent: Schauspielerin, Autorin, Tänzerin. Sie arbeitete mit Wim Vandekeybus und Pippo Delbono. Ihr Solo "Matres Matutae" zitiert archaische Symbole und historische Tanzposen und plaudert persönliche Bekenntnisse aus ("Ich verliere oft meine Wohnungsschlüssel."). Das wirkt in der Form grob. Aber die Frau mit dem grauen Lockenkopf und den blitzenden Augen ist allein als Darstellerin bühnenfüllend.
 
Constanze Klementz
Berliner Morgenpost - 30. Juli 2005